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Kontakt und Informationen

Harzer Verkehrsverband e.V.
www.harzinfo.de

Ursprünglichkeit und Mystik. Hexentanz rund um den Brocken

"In Dickichts Schauer drängt sich das raue Wild ..." Seine Geheimnisse, die der Harz, Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge, über die Jahrhunderte wachsender Besiedelung ringsum bewahrt hat, zogen Goethe in ihren Bann. Eindrücke, die der Dichter auf seinen Reisen durch den Harz, vor allem aber auf dem Brocken gewann, flossen sogar in sein Hauptwerk "Faust" ein. Mit 1.141 Metern ist der Brocken der höchste Berg im Harz. Seit dem späten Mittelalter gilt er als Treffpunkt der Hexen.
 

Der Harz und seine vielen Gesichter

Sanfte Hügel im Südharz, schroffe Felsen und wildromantische Täler im Norden: Der Harz hat viele Gesichter. Der Silbererz-Bergbau, der in früheren Jahrhunderten im Oberharz betrieben wurde, hinterliess zahlreiche Senken und Erdfälle, die sich längst mit Wasser gefüllt haben. Neben den farbenfrohen Bergwiesen sind es diese Gewässer, die der Landschaft ihren fast alpinen Charakter verleihen. Der Nationalpark Harz umfasst mehrere Vegetationszonen und konnte sich als ehemals deutsch-deutsches Grenzland mit seinen dunklen Wäldern, geheimnisvollen Mooren und den von klaren Bächen zerklüfteten Felsen jahrzehntelang nahezu unberührt zum Biotop für viele teils sogar vom Aussterben bedrohte Arten entwickeln. Vor zehn Jahren startete ein Projekt zur Wiederansiedelung des Luchses.
 

Quedlinburg

Quedlinburg am nordöstlichen Harzrand wurde bereits kurz nach der Wiedervereinigung in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Seine Altstadt mit ihren 1.300 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten steht vollständig unter dem Schutz der UN-Kulturorganisation. Verwinkelte Gassen, mittelalterliche Strassenfluchten:

So klein die Stadt, so gross ist der Schatz, den ihre Bürger über die Zeiten zu bewahren verstanden. Herausragend: das Renaissance-Rathaus, das Schloss, die Stiftskirche mit dem Domschatz und die ebenfalls aus romanischer Zeit stammende Wipertikirche. Einige Kilometer westwärts liegt Wernigerode, gleichfalls eine Stadt von grosser Anziehungskraft. Sorgsam restaurierte Fachwerkensembles prägen den Stadtkern. Von Wernigerode aus lässt sich der sagenumwobene Brockengipfel ganz ohne Schweiss erobern: Die Harzer Schmalspurbahn, die über das längste zusammenhängende Netz dieser besonderen Spurweite verfügt und neben ihren Oldtimerzügen auch regelmässig alte Dampfloks ins Rennen schickt, garantiert Eisenbahnromantikern unvergessliche Erlebnisse.
 

Die Silberregion

Reiche Silbervorkommen begründen eine lange Bergbautradition im Harz. Zahlreiche Orte verdanken Bergbau und Hüttenwesen ihre wirtschaftliche Blüte. Allen voran die einstige Freie Reichs- und Hansestadt Goslar. Ihr Silbererzbergwerk im Rammelsberg wurde erst 1988 stillgelegt. Inzwischen ist es Schau­bergwerk und steht ebenfalls unter dem Welterbeschutz der UNESCO. Eindrücke von der Arbeit untertage bekommen Besucher im Oberharzer Bergwerksmuseum Clausthal-Zellerfeld und im Schaubergwerk Wettelrode.
 

Walpurgisnacht auf dem Brocken

In der Nacht zum 1. Mai treten im Harz die Hexen aus ihren Verstecken und vertreiben endgültig den Winter. Walpurgisnacht wird in vielen Städten der Harzregion gefeiert. In dieser Nacht werden Freudenfeuer entzündet, um die sich die Menschen - auch solche mit weniger Zauberkraft - zum Tanzen versammeln. Die Tradition ist heidnischen Ursprungs, in den Zeiten der Christianisierung versuchte die Kirche, den alten Brauch zu verbieten. So kam es, dass die Menschen, die ihn doch feierten, gebrandmarkt wurden. Noch heute verkleidet man sich im Harz zur Walpurgisnacht als Hexe.
 

Den Harz aktiv erleben

Der Harz ist ideales Ziel für Aktivurlauber. Im Sommer fordern der 94 Kilometer lange Harzer Hexenstieg zu ausgedehnten Wanderungen und die Volksbankarena Harz zu Mountainbike-Touren heraus. Vor allem aber Wintersportler kommen auf ihre Kosten. Der Harz ist in aller Regel bis in den März hinein schneesicher.
 

Käse aus dem Harz

Harzkäse ist - im Gegensatz zum weit verbreiteten Harzer Käser - eine regionale Spezialität. Ihre Herstellungsarten unterscheiden sich grundlegend voneinander: Harzkäse ist ein Süssmilchkäse, der Harzer aber aus Sauermilch. Die meisten Harzkäse stammen aus bäuerlicher Eigenproduktion und variieren daher in Qualität und Geschmack. Sie werden fast ausschliesslich auf Märkten oder in Hofläden verkauft. Noch eine rustikale Spezialität, die einen robusten Magen voraussetzt: das Tscherper-Essen. Die frühere Bergmannsmahlzeit besteht aus Hausschlachterwurst, Käse, Schmalz, Gurken und einem Fahrschnaps.
 
 
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Romantik und Charme

Umringt von den mittelalterlichen Fassaden der Häuser am Marktplatz zu Goslar schlagen alljährlich im Advent Zuckerbäcker und Glasbläser, Holzschnitzer, Spielzeugmacher und viele andere Kunsthandwerker ihre Buden auf - für den schönsten Weihnachtsmarkt Norddeutschlands.

Gastlichkeit und Genuss

Das Harzer Rotvieh mit seinem dichten, langen rotbraunen Fell wird drei Viertel des Jahres auf den saftigen Waldweiden des Oberharzes gehalten. Im Winter füttern die Bauern es mit Heu, und bis heute hält der Bergbauernhof Klein-Tirol die Rotviehzucht lebendig.

Tradition und Geschichte

Blei, Kupfer und Silbererz - die Region Harz zählt mit ihren Bodenschätzen zu den bedeutendsten Erzrevieren im deutschsprachigen Raum. Anschaulich zeigt das Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld die Geschichte der Silbergewinnung.

Natur und Landschaft

Der Luchs ist wieder heimisch geworden im Nationalpark. Seit dem Jahr 2000 werden die schönen Katzen erfolgreich wieder angesiedelt. Ganz nahe kommen Naturfreunde dem Luchs-paar Pamina und Tamino im Luchsschaugehege an der Rabenklippe bei Bad Harzburg.