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Kontakt und Informationen

Tourismusverband Anhalt-Wittenberg e.V.
www.anhalt-wittenberg.de

Kleiner Raum mit grosser Wirkung - wo der Geist Luthers lebendig ist

Selbstbewusst erklärt sich die kleine Region Anhalt-Wittenberg im mittleren Osten Deutschlands zum Land der hellen Köpfe. Mit Recht: Seit Jahrhunderten ist Anhalt das Reich der Ideen. Grosse reformatorische, technische und gestalterische Impulse der Neuzeit wurden von hier aus gegeben. Aus kaum einer anderen deutschen Region hat die UNESCO so viele Natur- und Kulturgüter als Welterbe unter Schutz gestellt.
 

Dessau

Das Tor zur Moderne wurde von Bauhäuslern aufgestossen. Die wichtigste Architektur- und Gestaltungsschule des 20. Jahrhunderts hatte sich nach ihrer Gründung und Vertreibung aus Weimar in Dessau niedergelassen: 1925 standen Walter Gropius wie auch seinen Meistern und ihren Schülern sieben produktive Jahre in Dessau bevor. Nach Gropius' Entwürfen entstanden die Meisterhäuser und das Schulgebäude, das beispielgebend werden sollte für die moderne Industriearchitektur. Die Objekte sind in den letzten Jahren sorgsam restauriert worden und ebenfalls Bestandteil des UNESCO-Welterbes.
 

Dessau-Wörlitzer Gartenreich

Seine aufklärerischen Vorstellungen liess Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau in Gestalt eines Gartens nach englischem Vorbild umsetzen. In seinem Dessau-Wörlitzer Gartenreich sollten nicht nur landwirtschaftliche, ökonomische und ästhetische Ideen verwirklicht werden. Der Park verlieh auch seinem Bildungsanspruch Ausdruck. Das Nützliche mit dem Schönen zu verflechten war sein Ziel. Die Fläche von 142 Quadratkilometern zwischen Dessau und Wittenberg zählt heute zu den bedeutendsten Gartenlandschaften Europas. Sie umfasst mehrere Herrenhäuser mit Parks und Kirchen, etwa das Schloss Georgium, das die Anhaltinische Gemäldegalerie beherbergt, Oranienbaum, ein Schloss im niederländischen Barock, und den Gründungsbau des Klassizismus in Deutschland, Schloss Wörlitz.
 

Wittenberg

Der grösste gesellschaftliche Umbruch im Europa der frühen Neuzeit nahm seinen Anfang in dieser kleinen Stadt: Wittenberg. Durch seinen Thesenanschlag gab Martin Luther von hier aus den Anstoss für die Erneuerungsbewegung. Hier arbeitete und stritt an derselben Universität wie Luther auch die Nummer zwei der Reformation, Philipp Melanchthon. Schliesslich hatte auch Lucas Cranach, der Maler der Reformation, seine Werkstatt in Wittenberg. Die Spuren, die sie hinterliessen, sind bis heute zu erkennen. Lutherhaus, Stadt- und Schlosskirche sind Teil der Luthergedenkstätten und seit 1996 des UNESCO-Welterbes. Jedes Jahr am 13. Juni lädt die Stadt zu einem dreitägigen Fest ein, mit dem an die Lutherhochzeit erinnert wird. Luther vermählte sich 1525 mit der Nonne Katharina von Bora. Die jährliche Feier am authentischen Schauplatz der Geschichte zählt zu den schönsten Stadtfesten Deutschlands. 2017 feiert Wittenberg ein grosses Jubiläum: den 500.#Jahrestag von Luthers Thesenanschlag.
 

Ferropolis

Siebentausend Tonnen Eisen sind das Mahnmal, das von einer Halbinsel im Gremminger See aus an die grösste Land­schaftsveränderung erinnert, die jemals in Mitteldeutschland vorgenommen wurde: Ferropolis, die Stadt aus Eisen, besteht aus fünf gigantischen Schaufelradbaggern, die hier, unweit von Dessau, über Jahrzehnte nach Braunkohle schürften. Wo heute der See ist, befand sich bis 1991 die Zentrale eines Tagebaus. Ehemalige Bergleute und einige Visionäre bewahrten die Kolosse vor der Verschrottung und arrangierten aus den je 130 Meter langen und 30 Meter hohen Baggern ein beeindruckendes Ensemble - einen riesigen Spielplatz für Kinder und Erwachsene mit einem tollen Kulturprogramm.
 

Köthen

Sechs Jahre lang war Johann Sebastian Bach Kapellmeister am Fürstenhof Köthen. In dieser Zeit schrieb er den wesentlichen Teil seiner weltlichen Kompositionen, darunter die "Brandenburgischen Konzerte". Im Ludwigsbau des Köthener Schlosses, das eine Bach-Gedenkstätte beherbergt, können zudem Spiegelsaal und Schlosskapelle besichtigt werden. Die anhaltinisch-wittenbergischen Städte sind mit zahlreichen bedeutenden mittelalterlichen Kirchen und Klöstern ausgestattet.
 

Die Küche in Anhalt-Wittenberg

Spargelanbau hat im Fläming lange Tradition. Das Edelgemüse kommt während der Zerbster Spargelwochen Anfang Mai besonders frisch auf die Tische der heimischen Gastronomie. Und auch das ist eine Spezialität der Region: Klösse - Klump genannt. Auf der Speisekarte aber finden Sie Klump als ein Schmorgericht, das während des Garens im Ofen mit Hefe- oder Kartoffelteig gedeckelt wird. Darüber hinaus mag es der Anhaltiner gerne süsssauer. Appetit auf was Ungewöhnliches? Dann empfiehlt sich eine Spezialität aus dem Raum Dessau: Milchreis mit Zucker, Zimt und Bratwurscht.
 
 
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Romantik und Charme

In Anhalt-Wittenberg lebten und wirkten bedeutende Persönlichkeiten der Musikgeschichte, so auch Johann Sebastian Bach. Ihm zu Ehren veranstaltet die Stadt Köthen (Anhalt) jedes gerade Jahr im September die Bachfesttage.

Gastlichkeit und Genuss

Der Pflaumenkuchenmarkt in Plötzkau findet jährlich im September statt. Nach der Ernte wurden früher die Obstplantagen zur Nachlese, dem sogenannten Stoppeln, freigegeben, besonders beliebt war das Pflaumenstoppeln. Anschliessend begann das Pflaumenkuchenbacken.

Tradition und Geschichte

Schlossgarten Zerbst - hier war einst die Residenz des Fürstenhauses von Anhalt-Zerbst. Von dem ehemals dreiflügligen Schloss steht heute nur noch der Ostflügel als Ruine. Dieser jüngste und auch von der Innenarchitektur her wertvollste Teil wurde erst 1745 erbaut.

Natur und Landschaft

Das Biosphärenreservat Mittelelbe, mit über 1.000 registrierten Pflanzenarten, liegt zwischen Dessau und Oranienbaum. Ebenso mannigfaltig ist die Tierwelt - besonders der Elbebiber fand hier, neben vielen anderen Tierarten, ein geschütztes Rückzugsgebiet.